Voller Einsatz für unser wichtigstes Lebensmittel
18.03.2026
Jedes Jahr am 22. März rufen die Vereinten Nationen zum Weltwassertag auf, um auf die Bedeutung von Wasser als lebenswichtige Ressource aufmerksam zu machen. Heuer steht unter dem Motto „Water and Gender“ (deutsch: „Wasser und Geschlecht“) die Frage im Mittelpunkt, wie ein gerechter Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen sichergestellt wird.
Der Zugang zu sicherem Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität ist ein Grundrecht und eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Gesundheit. In Deutschland gewährleistet die öffentliche Wasserwirtschaft ein hohes Versorgungsniveau – darauf können sich alle Menschen unabhängig von Lebenssituation oder sozialem Hintergrund verlassen.
„Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, ohne Wasser ist auf der Erde kein Leben möglich“, sagt Harald Kiesl, Geschäftsführer der HEWA GmbH. „Deshalb denken wir schon lange darüber nach, wie wir unsere wertvollste Ressource noch besser schützen können.“
Die HEWA verfolgt dabei einen zweigleisigen Ansatz: Im letzten Jahr hat das lokale Versorgungsunternehmen viel Geld in die Hand genommen und die obere Hansgörglquelle aufwändig saniert, um sie wieder ins Trinkwassernetz einzubinden. Das reduziert nicht nur die Entnahme aus den Tiefbrunnen, das verbraucht auch deutlich weniger Energie, weil Quellen auch ohne Pumpen sprudeln.
Gemeinsam mit vier benachbarten kommunalen Versorgern und gefördert vom Bayerischen Umweltministerium arbeitet die HEWA zudem im „Trinkwasserverbund- und Strukturkonzept 2050“ an Lösungen für eine dauerhafte und gemeinsame Sicherstellung der regionalen Versorgung mit Trinkwasser – zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten und bei nachhaltiger Nutzung der Ressourcen. Das besondere Augenmerk gilt hier ebenfalls dem „sorgsamen Umgang mit Tiefengrundwasser“, so Harald Kiesl.
Auch wir Bürger können unseren Beitrag zum Trinkwasserschutz leisten. Und das vergleichsweise einfach – wenn wir zum Beispiel den Wasserhahn abdrehen, während wir uns die Zähne putzen, uns unter der Dusche einschäumen oder die Hände einseifen. Wer duscht, statt in die Badewanne zu steigen, spart schnell einmal 100 Liter Wasser (und nebenbei viel Energie), mit einem wassersparenden Duschkopf sogar noch mehr.
Gartenfreunde schonen wertvolles Trinkwasser, wenn sie zum Gießen Regenwasser verwenden. Das ist leicht in einer Tonne zu sammeln, die direkt an die Regenrinne angeschlossen ist. Oder wenn sie Unkraut ohne Chemie bekämpfen und stattdessen regelmäßig jäten und mulchen – letzteres bewahrt den Boden effektiv vor dem Austrocknen und reduziert den Wassereinsatz.
Ebenso wichtig ist es, darauf zu achten, was ins Abwasser kommt - das wird in der Kläranlage zwar wieder aufbereitet, manche Inhaltsstoffe aber machen den Abwasserexperten dort zu schaffen. Keinesfalls in den Ausguss oder die Toilette gehören Reste von Lösungsmitteln, Pflanzenschutzmitteln, Fotochemikalien, Kosmetika, Holzschutzmitteln sowie Batterien, Farben und Lacke – diese Stoffe bitte immer über den Sondermüll entsorgen. Ebenfalls schädlich fürs Wasser sind Medikamente, viele Apotheken nehmen daher überzählige Tabletten, Tropfen und Salben zurück.
Der Weltwassertag, 1992 von der UNESCO ins Leben gerufen, findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt. Er soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Ressource Wasser schärfen und auf die Umsetzung der sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs) der UN 2030 Agenda hinweisen. Speziell SDG 6 – Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen – ist von großer Bedeutung in Bezug auf die Wasserressourcen, und damit auch für den Frieden in einer unruhigen Welt.