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Große PV-Anlagen nur noch unter Auflagen möglich

19.9.2025

Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von mehr als 30 Kilowatt sind in Hersbruck künftig nicht mehr ohne zusätzliche Maßnahmen umsetzbar. Über diese neue Vorgabe hat die N-ERGIE Netz als vorgelagerter Netzbetreiber vor kurzem die HEWA GmbH informiert.

Wie das Hersbrucker Versorgungsunternehmen mitteilt, müsse wegen des vor allem 2023 und 2024 in Rekordtempo vorangeschrittenen Ausbaus von Photovoltaikanlagen und den damit verbundenen Erzeugungsspitzen im Stromnetz der Anschluss von PV-Anlagen mit einer Leistung von über 30 Kilowatt laut N-ERGIE Netz ab sofort an Vorgaben geknüpft werden. „Das hat zur Folge, dass der Betrieb solcher Anlagen in vielen Fällen faktisch unwirtschaftlich wird“, sagt HEWA-Geschäftsführer Harald Kiesl.

Weil das Problem nicht in ihrem eigenen Stromnetz an sich liegt, sondern an Kapazitätsengpässen der vorgelagerten Stromnetze, könne die HEWA selbst keine eigenen Maßnahmen ergreifen, heißt es in der Pressemitteilung des lokalen Versorgers weiter. Das Verteilnetz in Hersbruck wäre grundsätzlich weiter in der Lage, zusätzliche Leistung aufzunehmen, so Harald Kiesl. Ein Ausbau sei deshalb weder erforderlich noch würde sich damit etwas an der derzeitigen Situation ändern.

Neben dem Netz der HEWA sind von der neuen Vorgabe auch eine Vielzahl anderer nachgelagerter Netze der N-ERGIE betroffen. Sie alle beanspruchen durch die Einspeisung zusätzlicher Photovoltaik-Leistung letztlich die 110-Kilovolt-Ebene und höher.

Weil sich diese Vorgabe in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht ändern wird, arbeitet die HEWA in Abstimmung mit anderen betroffenen Netzbetreibern bereits an alternativen Lösungen - etwa der Möglichkeit der Nulleinspeisung, also dem Betrieb der Anlagen zum reinen Eigenverbrauch. Weitere flexible Anschlussoptionen müssten noch durch Verbände und Regelwerke geschaffen werde.